Plattenprojekt A [Gastbeitrag]

Kurze Vorstellung von meiner Seite. Ich werde hier auf diesem Blog ab jetzt in Auszügen mein Plattenprojekt vorstellen, bei welchem ich mich chronologisch durch meine CD/LP/Digitale Sammlung gehört habe. Sinn dahinter ist das Ausmisten, sowie Einblick geben, was sich bei jemandem Mitte 20 so alles in der Sammlung findet und der mögliche Austausch über die Platten oder schlicht eine Empfehlung geben, für den ein oder anderen (möglichen) Schatz.

Insgesamt dürften sich in meiner Sammlung ca 450 – 500 Tonträger angesammelt haben, die wohl zu 75% alle mit Metal zu tun haben. Dabei wohl aber (fast) alle Arten von Metal sowie komplett andere Richtungen. Inspiriert wurde das ganze vom Plattenprojekt einer Freundin, welche genau das selbe mit ihrem Freund und ihrer sowie seiner riesen Vinyl Sammlung gemacht hat (Sehr empfehlenswert!). Gepostet wird das ganze wohl immer in Form von 3-5 Platten pro Buchstaben, die ich relevant finde – oder absolut fürchterlich sind.

 

Adam Ben Ezra Trio – Keep On Running CD

Den Beginn macht eine noch sehr junge Truppe aus Israel, welche vom namensgebenden Kontrabassisten Adam Ben Ezra ins Leben gerufen wurde und via Crowdfunding ihr Debut Album finanzierte und Mitte 2015 veröffentlichte. Unter anderem dank meiner kleinen Spende von 16€.

desktop

Das Trio spielt sehr entspannten, größtenteils instrumentalen Jazz, der aus neuen Stücken sowie Neuinterpretationen von Solo Stücken des Bassisten besteht. Gerade jetzt im Sommer kommt die Platte ungemein gut und wer sich auch fernab des Metal wohlfühlt, sollte hier mal ein Ohr oder zwei riskieren.

 

Ahab – The Divinity Of Oceans CD & LP

Die Platte hat bei mir nach dem sehr starken Debut der Bayern dann doch für Staunen gesorgt. Der wirklich gute aber nicht unbedingt sehr innovative Death-Doom von Call Of The Wretched Sea wich einem weitaus tiefgründigeren Songstrukturen, mehr Abwechslung im Gesang inklusive Klar Gesang, welcher den Titeln sehr gut steht und eine weitaus bessere Produktion.

Ahab-the-divinity-of-oceans

Die langsamen Death Metal Riffs sind aber nicht verschwunden, sondern wurden einfach nur spärlicher und damit auch effektiver eingesetzt, wie zum Beispiel beim Titel Song. Ansonsten bietet die Platte eine gelungene Mischung aus ruhigen Momenten, tief drückenden Riffs und einfach sehr gut geschriebenen Liedern.

 

Artificial Brain – Labyrinth Constellation LP

Artificial Brain aus New York sind wohl eine der spannenderen Death Metal Bands der letzten Jahre. Zumindest sind sie das für mich mit ihrem Debut gewesen, welches sich vom Großteil des nord-amerikansichen Todesbleis doch merklich unterscheidet.

 

AB_Coer_750

Und genau diese Unterschiede lassen mich die Platte nach wie vor auflegen. Die Band vereint progressiv angehauchte Strukturen mit wunderbar verrücktem Gitarrenspiel, unendlich tiefen, drückendem Gesang und eine sehr guten Mischung aus Blasts, Double Bass Attacken und langsameren Teilen. Gerade die beiden Gitarristen haben sich auf diesem Album ein Denkmal mit ihren disharmonischen und unkonventionellen Spielweise gesetzt, welche wohl DAS Augenmerk des Albums ist.

Dazu kommt die absolut vorzügliche Produktion von Colin Marston, seines Zeichens Gitarrist bei Krallice/Gorguts und einer der wenigen Studio Besitzer, der sich sein Klientel aussuchen kann. Und wenn man sich diese Platte angehört hat, weiss man auch warum.

 

Ascension – With Burning Tongues LP

Als im Jahre 2009 auf einmal Ascension auf der Bildfläche des deutschen Black Metal erscheinen, schauten nicht nur hierzulande die Leute auf. Selten legte eine Band eine so kompetente und gute Demo vor. Dass es sich hierbei nicht um blutjunge Anfänger handelt, merkte man schnell an der Qualität der Titel sowie der gesamten Platte, welche wohl durchdacht mit einer Spielzeit von knapp 45 Minuten aufwartet. An sich ist es ein Album, wenn man von der Spielzeit ausgeht aber an solche Konventionen hielten sich ja schon Katharsis nicht.

3226567

Die Platte mag hier und da ihre Längen haben, vor allem das mehrminütige Piano Outro des Titel Songs kann sich ziehen aber da wollte man wohl jede Rille vom Vinyl nutzen. Abseits davon ist das meiner Meinung nach bis heute die beste Veröffentlichung der Band, die ich bis heute gerne auflege und dann meist nicht nur einmal

 

Ash Borer/Fell Voices – Split LP

Den Abschluss macht eine Split Veröffentlichung aus dem Jahre 2010, welche wieder aus den USA kommt. Ash Borer sind inzwischen ja auch in Europa nicht mehr ganz unbekannt, waren zum damaligen Zeitpunkt aber (wohl) noch eher auf nord Amerika beschränkt. Nächtliches Surfen führte mich damals zu dem Split und der Beitrag von Ash Borer hat mich damals ziemlich umgehauen.

a3255192736_10

Roher, primitiver Black Metal, der kaum Gesang beinhaltet und wenn reines Geschrei, kaum hörbare Bass Drum, komplett untergehender Bass und fast schon norwegisch anmutende, klirrende Gitarren. Als Fan von doch guten Produktionen müsste ich hier eigentlich abgeschreckt sein aber genau das verleiht diesem Titel seinen Charme und ich höre den 21 Minuten langen Titel nach wie vor sehr gerne, da er sich einfach ins Hirn bohrt.

Fell Voices gehen die Sache eher hypnotisch und etwas langsamer an, bieten damit aber ein sehr gutes Gegengewicht zu der simplen Gewalt auf der anderen Seite der Platte. Sie können damit nicht ganz mithalten – zumindest nicht für mich – aber als komplettes Paket funktioniert die LP für mich nach wie vor sehr gut.

 

The Royal Bacon [Andreas H.]

Über The Royal Bacon

26, Student der Geographie, passionierter Musik Hörer und Sammler, Tieftöner aus Leidenschaft
Dieser Beitrag wurde unter Allgemein abgelegt und mit , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Hinterlasse eine Antwort