Plattenprojekt C [Gastbeitrag]

Nach einer längeren Zwangspause geht es hier mal weiter. War knappe 6 Wochen in Südamerika unterwegs und die W-Lan Versorgung dort war eher dürftig. Aber das ist vorbei und wir widmen uns dem Buchstaben C.

Celeste – Morte(s) Nee(s) LP

Wie so oft beginnt es schwarzmetallisch hier. Celeste aus Frankreich haben sich bei mir mit dieser Platte einen Platz hier verdient, da sie eine der wenigen Bands sind, die einen wirklich eigenen Klang haben. Jeder, der die Band einmal gehört hat, der weiss was ich meine. Die Band schafft eine absolute Gitarren- und Bass-Wand, die einen förmlich von

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den Boxen wegdrückt. Dazu noch ein Riffing, das sich angenehm vom 08/15 Black Metal der 2000er abhebt und richtig fieses Geschrei, das mehr an eine Hardcore Band auf Koks erinnert. Die Produktion tut ihr übriges dazu, dass einem ein Monstertruck aus der Anlage entgegen kommt.

Klassische Hornissenriffs und 90er Huldigungen sucht man hier vergebens. Wer aber  doch mal gerne über den (Black Metal) Tellerrand schaut, der sollte hier ein Ohr riskieren – sofern die Band nicht schon ein Begriff ist.

Celtic Frost – Monotheist CD

Celtic Frost habe ich nie wirklich mitbekommen, bis auf einmal bekannt wurde, dass ein neues Album kommt. Bekannt waren Sie mir inklusive ihrer Hellhammer Vergangenheit aber so wirklich gezündet hat es nie. Bis jetzt.

Die ersten Töne der Platte zeigten sofort, was der Grundgedanke der Band war. So wenig wie möglich, so viel wie nötig. Die Riffs wurden auf so wenig Noten und Variationen reduziert wie nötig. Alles in den Dienst des Liedes gestellt und das merkt man hier auch.

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In einem Interview mit dem Bassisten wurde diese Behauptung dann auch bestätigt, dass es einzig und allein um die Lieder und die Atmosphäre ging und man gleichzeitig so spärlich wie möglich schreiben wollte. Für mich funktioniert diese Taktik auf der Platte sehr gut. Gerade Nummern wie „A Dying God Coming Into Human Flesh“ zeigen auf, mit wie wenig man absolute Brecher schreiben kann.

Cerebrale Bore – Manical Miscreation CD

Es gibt wenige Platten, die sich so hartnäckig in meinem Autoradio bzw. MP3 Player gehalten haben. Gerade für Brutal Death ist das bei mir auch eher ungewöhnlich, aber die Platte hier ist einfach genau die Mischung, die bei mir die richtigen Punkte trifft.

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Die Sängerin kann mehr als nur gutturales Gegrunze und variiert über das Album hinweg durch so ziemlich alles, was Death Metal hergibt. Dazu ein sehr eigener Stil, der praktisch keine Wiederholungen kennt, sondern dafür Riff an Riff hängt und die Songs so zum Ende bringt.

Das ganze hat dann auch noch eine leicht technische Seite, die durch nette Schlagzeugspielerein, Bass Licks oder schlicht gute Riffs spannend gehalten wird und trotz dem leicht proggigen Anstrich ungemein groovt.

Cynic – Focus CD

Ich bin bis heute geschockt, dass ich 2008 eine Erstauflage der CD bekommen habe. Ernsthaft, da läuft doch was falsch mit der Welt. Das ist eine der spannensten Death Metal Platten aller Zeiten, die selbst 22 Jahre nach ihrem Erscheinen noch ein Meisterwerk ist.

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1993 war ich natürlich noch nicht am Metal hören, da stand Kindergarten auf dem Programm. Als ich das erste mal auf die alten Prog/Tech Helden der Marke Atheist, Death und eben Cynic stieß, machte es bei Cynic sofort klick. Die jazzigen Einschläge und der Effekt am Gesang im Kontrast zu den Growls wirkte auch nie komisch, obwohl das für mich damals Neuland war.

Kurzum, die technische Seite der Platte hält bis heute mit, da die Lieder einfach gut geschrieben sind und die technischen Teile bis heute Instrumentalisten zum Verzweifeln bringen (mich eingeschlossen). Aber ich bezweifle, dass irgendwer über 16 die Platte nicht kennt.

The Royal Bacon [Andreas H.]

Über The Royal Bacon

26, Student der Geographie, passionierter Musik Hörer und Sammler, Tieftöner aus Leidenschaft
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