Plattenprojekt D [Gastbeitrag]

Werte Gemeinde, wir sind beim nächsten Buchstaben angekommen, dem wunderschönen D. Hier gibt es in meiner Sammlung einige nette Platten, was das reduzieren wirklich etwas schwer gemacht hat.

Deathspell Omega – LP Box

Deathspell Omega sind ja wohl immer noch eine der bekanntesten Bands des Black Metal und wer bisher mitgelesen hat wird merken, dass Ich mich in diesem Bereich  doch sehr heimisch fühle. Die LP Box umfasst alle Alben ab der „Si Monumentum Requires, Circumspice“ sowie sämtliche Sampler und Split Beiträge, die danach folgten. Generell würde ich jedem interessiertem diese Box ans Herz legen, beschränke mich her aber auf genau zwei Platten der Band.

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Si Monumentum Requires, Circumspice

Ich glaube was klassisch(er)en Black Metal angeht gibt es wohl nichts besseres als dieses Album. Jedenfalls wenn man ab 2000 aufwärts schaut. Was ein monvmentales Werk. Jeder Song gilt hier  alleine nicht, es geht alles um das komplette Werk, das Album als ganzes.Nicht wirklich ein neues Konzept aber anders, als bei vielen anderen Interpreten macht die Band hier eine Sache ganz entscheident anders. Bei Ihnen funktioniert es.

Es funkioniert hier so unendlich gut, ohne klischeehaft zu wirken und dabei sind die ersten Textfetzen des Albums „Oh Satan“. Die Unterteilung in drei Kapitel, welche alles mit einem Prayer anfangen, die rauschige aber trotzdem griffige Produktion, dieser mega böse, über allem thronende Gesang. Absolutes 11/10 Album.

 

Fas – Ite, Maledicti, In Ignem Aeternum

Nach zwei Split Veröffentlichgungen kam dann das zweite volle Album von DSO und verdammt nochmal, das hat eingeschlagen wie ne Bombe². Was ein vertracktes, unzugängliches und fieses Album. Das war Anfangs ein Kampf da rein zukommen, da es mit dem Vorgänger doch relativ wenig gemeinsam hat aber ich habe es beim erneuten durchhören wieder gemerkt – die Platte höre ich nie nur einmal. Als ich bei LP Nummer 5 ankam lief die dann auch den Rest des Tages ohne Pause. Glaube, das wäre wohl echt meine „einsame Insel“ Platte, wenn ich es auf eine reduzieren müsste.

 

The Devil’s Blood – Come Reap LP

TDB schlugen vor einigen Jahren ein wie eine Bombe und konnten trotz einer ansich vollkommen unmetallischen Ausrichtung sehr viel Zuspruch in der Metal Szene erfahren. Wirklich begeistert haben Sie mich nicht wirklich – außer eben mit dieser EP.

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Come Reap ist anders als die späteren Alben etwas flotter und direkter, was mir bei der Band einfach besser gefallen hat. Statt ausgedehnten Klangkollagen lieferten die Holländer hier meist relativ knackige 60er/70er Rock Nummern mit schönen Soli, knackigen Bassläufen und einer absolut überragenden Solo Orgie im Rausschmeisser.

 

Dordeduh – Dar De Duh LP

Nach der Auflösung bzw. den gravierenden Personalwechseln bei Negura Bunget vor einigen Jahren war ich extrem gespannt, als die beiden kreativen Köpfe ein neues Projekt ankündigten. Nach einer ersten 7″ EP gab es dann auch alsbald ein vollständiges Album, welches Klangetchnisch sehr gut an Negura Bungets letzte Platte „OM“ anknüpfte. Weitaus besser als Negura das seitdem geschafft haben, wenn man mich fragt.

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Alphörner, Holzbretter, Xylophone, das gewohnte Riffing, fretless Bass und ein sagenhaft guter Drummer sind neben der gewohnt guten Gitarrenarbeit die Aushängeschilder dieses Albums. Der Opener ist gleich mal knackige 14 Minuten lang und zeigt auf, auf was für eine atmosphärische Reise man sich mit dieser komplett auf rumänisch Gesungen Platte einstellen kann.

 

Drautran – Throne Of The Depths CD

Dass Drautran nie über ein Album und eine Demo hinausgekommen sind, ist ziemlich schade, denn nach dem guten Einstand folgte ein sehr umfassendes und sagenhaft produziertes Album.

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Die Platte hat zugegeben hier und da ihre kitschigen Momente, Ich kann aber sogar denen einiges abgewinnen. Die Mischung aus Raserei, akkustischen Passagen und mehrstimmigen Refrains (auf Deutsch,Englisch und Altnordisch) kann ich einfach sehr viel abgewinnen und lege die Platte gerne jedem ans Herz, der sich für diese Art Musik begeistern kann.

 

The Royal Bacon [Andreas H.]

Über The Royal Bacon

26, Student der Geographie, passionierter Musik Hörer und Sammler, Tieftöner aus Leidenschaft
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