Plattenprojekt E [Gastbeitrag]

Letzter Beitrag für 2015 und wir landen beim E der Plattensammlung.  Und diesmal kommen wir komplett ohne Black Metal aus. Ich weiss, schwer zu glauben aber es geschehen noch Wunder.

Ea – II CD

Zäher, langsamer und düsterer Funeral Doom aus Russland. Ea haben auf ihrem zweiten Album genau zwei Songs, welche bei knapp über 20 Minuten jeweils den Laser zum Stopp bringen. Ihre Vorgehensweise beim Songschreiben ist dabei so simpel wie effektiv.

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Die einzelnen Riffs werden langsam aufgebaut, immer weiter ausgeschmückt, verziert -gerne auch mal mit Klavier Begleitung- bis Sie ihren Höhepunkt erreichen und der Song zur nächsten Stufe geht. Das ganze klingt hier sehr simpel nach dem 1×1 des Funeral Doom, wird hier aber nahezu zur Perfektion getrieben. Eine unglaublich düstere und atmosphärische Platte, die irgendwie noch nicht bekannt genug ist.

 

Eagle Twin – The Feather Tipped The Serpent’s Scale LP

Das Duo aus den USA, bestehend aus Schlagzeuger und Gitarrist/Sänger mit gefühlten 200 Amps im Hintergrund, hat eine der massivsten Platten meiner Sammlung fabriziert. Was die beiden hier aus den Boxen drücken ist ist schlicht unglaublich, wenn man bedenkt, dass es sich hierbei um nur einen Gitarristen handelt.

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Ein wilder Stoner/Doom Bastard, der vor lauter Fuzz jede Bass Box zum wabern bringt. Das Duo aggiert langsamer als die meisten Stoner Kollegen und setzt auf etwas langsamere, drückendere Riffs und einfach den brachialen Klang, welcher vom klaren Gesang getragen wird. Man merkt glaube ich, dass es mir der Gesamtsound der Band ziemlich angetan hat. Ferner sei noch anzumerken, dass die Band Nile im Rennen um den längsten Songtitel mit „It came to pass the great snake grew and grew until his mighty antlers could not be sustained so he turned in upon himself and with a great thunder his spine pushed up the mountains and grave birth to lightning and the horn pierced his side and became trees and branches the tips broke off and became birds and flew“ um knappe 5 Zeilen geschlagen hat.

 

Electric Wizard – Dopethrone LP

Wir bleiben im in der Stoner/Doom Ecke und widdmen uns einem vermeintlichen Genre Klassiker. Der elektrische Zauberer ist das Doom Pendant zu Bolt Thrower und Co. Hier wird Stumpf noch groß geschrieben. Simple, drückende Riffs, strunzdumme Texte und ganz viel huldigung für Satan, Dope und die Zerstörung der Welt.

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Und diese Mischung funktioniert einfach wunderbar gut auf dieser Platte und wird vom Cover auch noch perfekt wiedergespiegelt. Man kriegt genau das, was man erwartet. Wenige, langsame Riffs, leicht verzerrter/komprimierter Gesang, einige Soli und hier und da wird auch mal etwas aufs Gas getreten, bevor man sich in verdrogten Jam-Sessions wiederfindet.

 

Entombed – Wolverine Blues CD

Entombed sind ja an sich für ihr Debut Left Hand Path bekannt in der Death Metal Szene, Ich persönlich habe Sie aber über die drei Jahre später erschienene Platte Wolverin Blues kennen gelernt, auf welcher der Death Metal Anteil zurückgefahren wurde und ein ziemlich rockiger Einschlag mit einer gehörigen Priese Metal zelebriert wurde.

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Die Band legt den Fokus hier auf straighte, simple Riffs, treibenden Groove und einen dreckig klingenden L.G. Petrov am Mikro, der sich durch die neun Titel keift. Inhaltlich werde hier viel Metal und Rock Klischees geboten und die Platte hat im Auto schon den ein oder anderen Strafzettel für Tempo Überschreitungen begünstigt.

Kein Unbekannter aber ich glaube das die Platte in der Discography der Band bis heute nicht so hoch gehandelt wird, wie Sie es meiner Meinung nach verdient hat.

The Royal Bacon [Andreas H.]

Über The Royal Bacon

26, Student der Geographie, passionierter Musik Hörer und Sammler, Tieftöner aus Leidenschaft
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