Ein Jahr neigt sich dem Ende

Hier stehen wir nun, 10 Monate nachdem eine Idee in die Tat umgesetzt wurde, und können auf mehrere Dutzend interessanter Blogeinträge schauen. Manche waren aktuell und haben sich mit neuen Releases/Genres/Trends beschäftigt, andere waren Rückblicke/Kommentare, doch dass es irgendwie einheitlich werden sollte war ja nie unser Ziel. Wir haben uns an einer eigenen Herangehensweise probiert und es wird langsam Zeit ein Fazit zu ziehen.

Viele Blogs heutzutage, die sich der Musik widmen, sind entweder monothematisch unterwegs, bieten vielleicht lediglich Downloadlinks, posten Liveberichte oder liefern Bilder zu raren Releases der letzten Dekaden. Dahinter steht meist ein gewisses Konzept, gepaart mit einem passenden Titel, Rubriken, Design und vielem mehr, aber so harsche Unterteilungen zwischen den Kontributoren, denen dann auch freie Hand überlassen wird, worüber sie schreiben, hielten wir damals für neu und in gewisser Weise auch reizvoll für Leser. Inzwischen muss ich sagen, dass dieses Feature eines ist, dass vielleicht einfach nicht in so eine Blogosphäre gehört.

Wir kommen primär aus einer Forenwelt, in der es Threads über Threads gibt, die jedem User die Möglichkeit geben, seine Ideen auf eigene Weise umzusetzen und kontinuierlich fortzuführen, ohne Rücksicht auf Termine oder ähnliche Zwänge. Darüber hinaus bedeutet das Führen eines Blogs auch immer ein gewisses Überschauen neuer Standards im Web, das aktuell halten des Erscheinungbildes, generell die Moderation eines solchen, das mit der richtigen Struktur ein dankbares Unterfangen sein kann, aber mir persönlich stets eine Zuständigkeit war, die ich von Anfang mit kritischen Augen betreut habe. Das Organisieren hat mir zwar Freude bereitet, doch das Vorbereiten fand dann doch wieder in einem Bereich unseres Forums statt, wo die Kommunikation und Abläufe mir immer intuitiver erschienen, als ein solches Dashboard-System wie hier.

Bevor ich weiter abdrifte und über interne Beweggründe plaudere, die nicht hier hergehören, will ich eigentlich nur sagen, dass ich zum Entschluss gekommen bin, dass das Projekt in dem jetzigen Rahmen so nicht weitergeführt werden sollte. Was aber nicht bedeutet, dass es an der Idee oder den Mitschreibern lag. Dieser Workaround, das Konzept in einen Blog zu bannen, war ein Experiment, das nicht ganz so rund ablief, wie man sich das zuerst gedacht hat. Uns wird es weiterhin geben, doch in welcher Form und Umfang, das wird die Zeit zeigen. Wahrscheinlich werden wir bereits Anfang des nächsten Jahres, wenn wir mit unseren Toplisten fertig sind (welche natürlich auch über via dem Exile-Network erscheinen werden), in neuem Gewand für Neugierige einzusehen sein. Weitere Versprechen und Ausblicke können ansonsten nicht gegeben werden. Falls man sich auf dieser Plattform nicht mehr sieht, so wünsche ich erholsame Feiertage und ein baldiges Wiedersehen.

Hati [Daud B.]

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